
Was kostet ein Heilige Birma Kätzchen
Warum kostet ein Heilige-Birma-Kätzchen 1.300 - 1400€ Euro?
Diese Frage hören wir regelmäßig – und sie ist absolut verständlich.
Wer ein Heilige-Birma-Kätzchen besucht, sieht ein liebevoll aufgezogenes Kitten, das bereit ist, in sein neues Zuhause umzuziehen. Was dabei oft verborgen bleibt, sind die vielen Monate – und Jahre – an Vorbereitung, Verantwortung und Arbeit, die hinter diesem Moment stehen.
Verantwortungsvolle Katzenzucht beginnt lange vor der Geburt
Eine seriöse Heilige-Birma-Zucht beginnt nicht mit einem Wurf, sondern mit der sorgfältigen Auswahl der Elterntiere. Herkunft, Charakter, Gesundheit und genetische Voraussetzungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Bereits bevor überhaupt Kitten geboren werden, entstehen laufend Kosten für:
- Gesundheitsuntersuchungen der Zuchtkatzen
- Impfungen und tierärztliche Vorsorge
- hochwertiges Futter
- Ausstattung und Pflege der Räume
- Vereinsmitgliedschaften und Stammbuchführung
- Kratzbäume, Schlafplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten
Diese Ausgaben fallen das ganze Jahr über an – unabhängig davon, ob gerade ein Wurf geplant ist oder nicht.
… auch die Internetseite, auf der Sie gerade sind ( und hoffentlich toll und interessant finden :) ) , gehört zu den monatlichen Kosten.
Was kostet die Aufzucht eines Birma-Kittens?
Mit der Geburt eines Wurfes steigen Aufwand und Kosten erheblich.
Zu einer verantwortungsvollen Kittenaufzucht gehören unter anderem:
- hochwertiges Futter für Mutterkatze und Kitten
- Katzenstreu
- Impfungen
- Mikrochip-Kennzeichnung
- tierärztliche Untersuchungen
- Stammbäume
- Wurfkisten
- Kittenausläufe
- Spielzeug und Beschäftigungsmaterial
Doch selbst diese Aufzählung zeigt nur einen Teil dessen, was tatsächlich hinter der Aufzucht von Heilige-Birma-Kitten steckt.
Der größte Aufwand lässt sich nicht in Euro messen
Was in keiner Rechnung erscheint, ist die Zeit.
In den ersten Lebenswochen werden unsere Kitten täglich beobachtet, gewogen und in ihrer Entwicklung begleitet. Wir kontrollieren ihr Gewicht, achten auf ihr Verhalten, fördern ihre Sozialisierung und investieren viele Stunden in den engen Kontakt zu jedem einzelnen Kitten.
Die Betreuung endet dabei nicht am Feierabend.
Geburten finden nachts statt, Kitten benötigen auch an Wochenenden Aufmerksamkeit, und tierärztliche Notfälle halten sich nicht an Öffnungszeiten. Die Versorgung unserer Katzen ist eine tägliche Verantwortung – 365 Tage im Jahr.
Allein für die Aufzucht eines Wurfes kommen schnell mehrere hundert ( 300-400) Arbeitsstunden zusammen.
Der Kaufpreis finanziert keinen Lebensunterhalt
Viele Menschen gehen davon aus, dass der Kaufpreis eines Kätzchens dem Gewinn eines Züchters entspricht.
Die Realität sieht anders aus.
Der Preis eines Heilige-Birma-Kätzchens dient in erster Linie dazu, einen Teil der laufenden Kosten zu decken, die durch die Haltung der Zuchtkatzen und die Aufzucht der Kitten entstehen.
Unsere Zucht finanziert keinen Lebensunterhalt - um unseren Lebensunterhalt und das von unseren Katzen auch zu finanzieren, gehen wir schön arbeiten ;))) Sie ist auch kein Beruf, sondern eine Leidenschaft, die wir neben Familie, Beruf und Alltag mit viel Engagement ausüben.
Wer die tatsächlichen Kosten einer verantwortungsvollen Katzenzucht zusammenrechnet, erkennt schnell, dass der Verkaufspreis eines Kätzchens nur einen Teil des gesamten Aufwands abdeckt.
Was viele Interessenten überrascht
Bei Besuchen sprechen wir offen darüber, was hinter der Aufzucht eines Wurfes steckt.
Wenn wir die vielen Ausgaben, die Gesundheitsvorsorge, die Ausstattung, den zeitlichen Aufwand und die Verantwortung erklären, reagieren viele Interessenten überrascht.
Nicht selten hören wir:
“Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.”
oder
“Mir war gar nicht bewusst, wie viel Zeit und Geld dahintersteckt.”
Das ist nachvollziehbar. Die meisten Menschen sehen das fertige Ergebnis: ein fröhliches, verschmustes und bestens sozialisiertes Heilige-Birma-Kätzchen.
Unsichtbar bleiben die zahlreichen Tierarzttermine, die Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, die schlaflosen Nächte während einer Geburt, die tägliche Betreuung der Kitten und die vielen Jahre Verantwortung für die Zuchtkatzen.
Warum Transparenz wichtig ist
Mit diesem Beitrag möchten wir keine Rechtfertigung liefern und auch kein Mitleid erzeugen.
Wir möchten zeigen, was hinter einer verantwortungsvollen Heilige-Birma-Zucht tatsächlich steckt.
Ein Kätzchen besteht nicht nur aus den ersten zwölf Lebenswochen. Hinter jedem einzelnen Kitten stehen Erfahrung, Planung, finanzielle Verantwortung, unzählige Stunden Betreuung und vor allem sehr viel Herzblut.
Ein Beispiel: Was kostet die Aufzucht
Viele Menschen sehen nur den Kaufpreis eines Kätzchens. Was häufig übersehen wird: Bevor ein Kitten überhaupt in sein neues Zuhause ziehen kann, sind bereits zahlreiche Kosten entstanden.
Kätzchen wachsen schließlich nicht von Luft und Liebe auf.
Bereits während der Trächtigkeit benötigt die Mutterkatze hochwertiges Futter und tierärztliche Betreuung. Nach der Geburt kommen viele weitere Ausgaben hinzu, die für eine gesunde und liebevolle Aufzucht unverzichtbar sind.
Zu den Kosten einer verantwortungsvollen Kittenaufzucht gehören beispielsweise:
- hochwertiges Nass- und Trockenfutter für die Mutterkatze
- hochwertiges Kittenfutter
- Aufzuchtmilch für Notfälle oder zur Unterstützung schwächerer Kitten
- Fläschchen und Zubehör zur Handaufzucht
- Katzenstreu
- mehrere Katzentoiletten
- Wurfkiste
- Wärmematten und Wärmekissen
- Kuschelbetten und Decken
- Kittenausläufe und Absperrgitter
- Kratzbäume in verschiedenen Größen
- Kratzbretter und Kratztonnen
- Spielzeug zur Förderung der Entwicklung
- Transportboxen
- Reinigungs- und Desinfektionsmittel
- Waschmittel für Decken und Liegeplätze
- Impfungen
- Mikrochip-Kennzeichnung
- tierärztliche Gesundheitschecks
- Entwurmungen
- Stammbäume und Vereinsgebühren
- Strom, Wasser
- Rücklagen für tierärztliche Notfälle
Und dabei handelt es sich lediglich um die direkt sichtbaren Kosten eines Wurfes. Wer uns besucht hat, der merkt es sofort - auf unseren Katzen wurde kein Cent gespart.
Hinzu kommen die Ausgaben für die Elterntiere selbst. Dazu zählen Anschaffungskosten, Gesundheitsuntersuchungen, Gentests, Futter, Streu, tierärztliche Versorgung, Ausstattung und viele weitere laufende Kosten, die das ganze Jahr über anfallen – unabhängig davon, ob gerade Kitten geboren werden oder nicht.
Beispielrechnung für einen Wurf mit vier Kitten
|Kostenpunkt Kosten
|------------------------------------------------|--------:|
|Hochwertiges Futter für Mutterkatze und Kitten |ca. 900 €|
Katzenstreu ca. 250 €|
Impfungen ca. 600 €|
Mikrochips ca. 200 €|
Tierärztliche Untersuchungen ca. 500 €|
Entwurmungen ca. 150 €|
Stammbäume und Vereinsgebühren ca. 150 €|
Aufzuchtmilch und Handaufzuchtzubehör ca. 150 €|
Wurfkiste, Auslauf, Wärmematten, Ausstattung ca. 600 €|
|Kratzbäume, Spielzeug und Beschäftigungsmaterial|ca. 500 €|
Reinigungs- und Verbrauchsmaterial ca. 200 €|
Die oben genannten Kosten entstehen bei einem normalen und komplikationslosen Verlauf der Trächtigkeit, Geburt und Kittenaufzucht.
Eine verantwortungsvolle Heilige Birma Zucht muss jedoch jederzeit auf unvorhersehbare Ereignisse vorbereitet sein.
Benötigt eine Katzenmutter beispielsweise einen Kaiserschnitt, treten Infektionen auf oder sind zusätzliche tierärztliche Behandlungen für die Mutterkatze oder die Kitten erforderlich, können schnell Kosten von mehreren tausend Euro entstehen.
In solchen Fällen übersteigen die Ausgaben die Einnahmen aus dem Wurf oftmals deutlich.
Wer Heilige Birma Kitten von einem seriösen Züchter kauft, erhält nicht nur eine Katze, sondern profitiert von einer aufwendigen und liebevollen Aufzucht, hochwertiger Ernährung, tierärztlichen Untersuchungen, Impfungen, Stammbaum und einer sorgfältigen Sozialisierung im Familienalltag.
Eine verantwortungsvolle Heilige Birma Katzenzucht wird daher nicht betrieben, um Gewinne zu erzielen. Vielmehr stehen das Wohl der Tiere, eine artgerechte Aufzucht, ein ausgeglichenes Wesen und der Erhalt der wunderbaren Rasse Heilige Birma im Mittelpunkt.
Von außen betrachtet mag der Preis eines Kittens nach einem hohen Betrag klingen. Betrachtet man jedoch die tatsächlichen Kosten einer verantwortungsvollen Heilige-Birma-Zucht, wird schnell deutlich, dass die goldene Nase verdient man sich nicht ;) – und das noch bevor die vielen hundert Stunden Arbeit berücksichtigt werden, die in die Betreuung, Sozialisierung und Aufzucht der Kitten fließen. Würden wir die 300-400 Arbeitstunden ( Reinigen, Wäsche, Tierarztbesuche, Betreuung der Familien - nicht die reine Sozialisierung der Kätzchen) dazu rechnen, wäre ein Kitten unbezahlbar.
Genau deshalb finanziert der Verkauf unserer Kätzchen keinen Lebensunterhalt. Er hilft lediglich dabei, einen Teil der Kosten zu decken, die notwendig sind, um eine gepflegte Zucht mit Herz und Verstand zu führen.
Mit dem „Schnäppchenpreis“ eines „reinrassigen Kätzchens ohne Stammbaum“ wie man sie leider so häufig angeboten bekommt, könnten wir nicht einmal die Kosten einer vernünftigen Aufzucht decken.
Wenn ein Kitten deutlich günstiger angeboten wird, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wo wurde gespart? Bei wichtigen Untersuchungen? Gentests? Hochwertigem Futter? Tierärztlicher Betreuung? Sozialisation und Zeit?
Ein Schnäppchenpreis entsteht nicht aus dem Nichts – er wird auf Kosten der Tiere ermöglicht.
Jeder Käufer sollte sich deshalb fragen: Möchte ich ein System unterstützen, das vor allem auf möglichst niedrige Preise setzt, oder eine Aufzucht, bei der Fürsorge, Transparenz und Verantwortung an erster Stelle stehen? - die Antwort überlassen wir Ihnen …